Storyline "Exzess"

Eine Person hat einen besonderen genetischen Defekt, der sich in Form eines speziellen Enzyms äußert. Dieses Enzym baut eine bestimmte Droge anders ab, als es das "normale" Enzym tun würde, und sorgt so für eine an andere Form der Bewusstseinserweiterung...

Auf einmal sieht er alles auf Teilchenebene. Tische, Stühle... alles kleine Teilchen, die nur in der Form des Objektes angeordnet sind.

 Das Besondere ist, dass er auch Gefühle auf Teilchenebene sehen kann, allgemein zwischenmenschliches, von dem man zwar, genau wie bei Wind, weiß, dass es da ist, man es aber nicht sehen kann. Und er kann diese Teilchen durch simple Handbewegungen vermischen.

Und durch dieses Vermischen der "Gefühlsteilchen" kreiert er ein neues, viel intensiveres Gefühl, das in den Versuchspersonen eine Sehnsucht auslöst, die nicht befriedigt werden kann. Wie ein riesiges, schwarzes Loch, das unablässig alles aufsaugt, und sie tun alles, um kurzweilig irgendwie Befriedigung erlangen zu können. Doch das ist eben der Charakter des künstlichen Gefühls, es KANN nicht befriedigt werden.


 

Die Person verkauft das Mittel einem Konzern. Der Konzern verabreicht das künstliche Gefühl seinen Mitarbeitern, und diese opfern ihre gesamte Kraft und Motivation in diesen Konzern. Sie denken unablässig, dass die Arbeit dem nagenden Gefühl irgendwie Befriedigung verschaffen würde, einfach aus dem Grund, dass der Konzern sie

versteht, weiß, was in ihnen vor sich geht, im Gegensatz zu den Angehörigen, die nur mitbekommen wie die geliebte Person immer unzugänglicher und gereizter wird.

 

 

 

Der Konzern entscheidet, dass es profitabler wäre, das Mittel der ganzen Gesellschaft auf direktem Wege zu verabreichen. Über alle Sinne, Radiospots, Reklametafeln, Fernsehclips, alles, was irgendwie den Verbraucher erreicht. Und die Menschen beginnen ebenfalls, jeder für sich diese Sehnsucht zu spüren und versuchen diese durch Konsum zu befriedigen, sie treiben Extremsport, gehen zu oft feiern und trinken zu viel. Der Wirtschaft geht es so gut wie nie.

 

 

Unser Stück zeichnet ein Bild. Man darf nicht versuchen, alles zu verstehen. Es ist eine Gesamtkomposition. Was der einzelne letztendlich davon mitnimmt ist Typsache. Aber es wird schön.